Verfasst von: Xiam | 9. Mai 2010

Schwäne und Hunde

Auch wenn Schwäne viel größer sind als ich und auch kräftige Schnäbel haben, mit denen die schmerzhaft zuhacken können, ist es trotzdem viel zu verführerisch, zwischen die riesigen Vögel zu prechen und die herum zu scheuchen. Papa Dackel sei dank, dass ich mit einem gesunden Selbstbewusstsein ausgestattet bin, das mich auch vor großen Hunden und anderen großen Tieren keine Angst haben lässt. Herrchen siehst das leider meistens ganz anders und ruft mich panisch zurück, wenn ich auf die großen Schwäne zu renne, die am Ufer der Alsterkanäle, wo wir spazieren gehen, dösen oder fressen. Umso mehr hat er sich heute aufgeregt.

Es gibt hier in der großen Stadt leider nicht viele Flächen, auf denen wir Hunde ohne Leine nach Herzenslust herumtoben und spielen können. Umso ärgerlicher ist es, wenn diese Flächen dann von anderen Zweibeinern zweckentfremdet werden. Ich hab ja gar nichts dagegen, meine Hundewiese mit anderen zu teilen, aber ich finde es nicht nett, wenn die uns Hunde dann am liebsten gar nicht da haben wollen. Ich meine damitm zum Beispiel, dass plötzlich Leute auftauchen, die dort Grillen wollen und sich dabei von freilaufenden Hunden gestört fühlen. Wieso müssen die das dann auf der Hundewiese tun? Oder was heute passiert ist.

Heute waren wir mal wieder am Eppendorfer Mühlenteich. Dort ist eine Hundewiese und gleichzeitig hat es sehr viele Schwäne, aber normalerweise kommt Hund mit denen gar nicht ins Gehege, denn die sind im Wasser, wo ich ganz sicher niemals nie nicht hineingehen werde. Heute war da allerdings eine Familie, die die Schwäne mit Brot gefüttert hat. Genau genommen, haben die die Schwäne aus dem Wasser auf die Hundewiese gelockt, um ihnen dann dort das Brot zu geben. Junge, was für ein Spaß, da mal kräftig zwischen aufzuräumen. Tja, leider hat Herrchen zu früh geschaltet und mich zurück gerufen, der kennt mich eben zu gut. Aber eine Frau mit einem Schäferhund war nicht schnell genug. Der Hund prescht also zwischen die Schwäne und scheucht die auf, Schwäne am Flattern, Kinder am Schreien, Frau am Rufen, Eltern am pöbeln, wieso die blöde Frau den Hund nicht zurück hält, der gehört an die Leine, Anzeige usw.

Herrchen hat dann zu dem Mann gesagt, dass er das vielleicht ja nicht wüsste, aber das hier sei eben nunmal eine Freilaufzone für uns Vierbeiner. Und dass es vielleicht von dem Mann und der Familie nicht so wirklich klug war, die Schwäne ausgerechnet hierher zu locken, um sie zu füttern. Denn, dass Schwäne und freilaufende Hunde nicht gut miteinander können… nunja, das könne man sich doch wohl denken.

Leider hat der Mann Herrchen wohl gar nicht richtig zugehört, sondern hat immer nur weiter gepöbelt, dass Hunde immer und überall an die Leine gehören… Wir sind dann gegangen.


Antworten

  1. Schönen Gruss von meiner Hunde-Maus, dass mit dem Leinenzwang kennen wir auch, leider :-( .


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